07204 Gebrauchstauglichkeit von Home-Care-Produkten – Anwendung durch untrainierte medizinische Laien
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Sowohl ungeschickter Umgang bei der sog. Home care durch den Patienten als auch menschliche Fehler in der Hightech-Medizin können durch ergonomische Verbesserungen medizinischer Geräte vermieden werden. Der ideale ergonomische Designprozess besteht aus der systemergonomischen, anthropometrischen und umwelttechnischen Gestaltung mit Rücksicht auf menschliche Eigenschaften und mentale Fähigkeiten. Die systemergonomische Vorgehensweise und die anthropometrische Auslegung werden an Beispielen der Medizintechnik dargestellt. von: |
1 Herausforderung an die Gebrauchstauglichkeit
Demografische Entwicklung
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung stellt in allen modernen Staatssystemen eine Herausforderung ersten Ranges insbesondere im Hinblick auf deren Finanzierbarkeit dar. Warum ist das so? Zum einen liegt das sicherlich daran, dass medizinische Kenntnisse und Möglichkeiten mit der Entwicklung enorm zugenommen haben und die damit einhergehenden Kosten somit auch gestiegen sind. Zum anderen hängt dies aber auch wesentlich mit der Verschiebung der Alterspyramide zusammen. In Deutschland zeigt heute die Verteilung des Alters sowohl für Frauen als auch für Männer ein Maximum von 50 bis 60 Jahren. Eine die Geburtenrate und die beobachtete Sterblichkeit berücksichtigende Prognose lässt erwarten, dass sich dieser Gipfel bis zum Jahr 2050 auf knapp über 80 Jahre verschoben haben wird. Was hier für Deutschland ausgesagt wird, gilt im Großen und Ganzen für alle westlichen Staaten. Die Bevölkerung wird in diesem Bereich der Welt also immer älter und natürlicherweise steigt damit der Anspruch an medizinische Versorgung zusätzlich. Dazu kommt, dass in vielen Teilen Westeuropas, speziell in Deutschland, Landarztpraxen aus Altersgründen der sie tragenden Ärzte und mangelnder Substitution durch nachrückende junge Ärzte aufgegeben werden müssen.
Die medizinische Versorgung der Bevölkerung stellt in allen modernen Staatssystemen eine Herausforderung ersten Ranges insbesondere im Hinblick auf deren Finanzierbarkeit dar. Warum ist das so? Zum einen liegt das sicherlich daran, dass medizinische Kenntnisse und Möglichkeiten mit der Entwicklung enorm zugenommen haben und die damit einhergehenden Kosten somit auch gestiegen sind. Zum anderen hängt dies aber auch wesentlich mit der Verschiebung der Alterspyramide zusammen. In Deutschland zeigt heute die Verteilung des Alters sowohl für Frauen als auch für Männer ein Maximum von 50 bis 60 Jahren. Eine die Geburtenrate und die beobachtete Sterblichkeit berücksichtigende Prognose lässt erwarten, dass sich dieser Gipfel bis zum Jahr 2050 auf knapp über 80 Jahre verschoben haben wird. Was hier für Deutschland ausgesagt wird, gilt im Großen und Ganzen für alle westlichen Staaten. Die Bevölkerung wird in diesem Bereich der Welt also immer älter und natürlicherweise steigt damit der Anspruch an medizinische Versorgung zusätzlich. Dazu kommt, dass in vielen Teilen Westeuropas, speziell in Deutschland, Landarztpraxen aus Altersgründen der sie tragenden Ärzte und mangelnder Substitution durch nachrückende junge Ärzte aufgegeben werden müssen.
Kostensenkung durch Fernüberwachung
Eine Maßnahme, dieses Problem und die weitere Steigerung der Kosten einigermaßen aufzufangen, sieht man in der Versorgung der Patienten über die sog. Telemedizin, durch die eine weitgehend automatische Fernüberwachung von Patienten und gegebenenfalls sogar eine Fernintervention bei ihnen ermöglicht werden soll. „Telemedizin [...] ermöglicht es, unter Einsatz audiovisueller Kommunikationstechniken trotz räumlicher Trennung diagnostische oder medizinische Dienste – gegebenenfalls auch zeitlich versetzt – anzubieten” [1]. Aktuell liegt der Fokus der Telemedizin auf der Online-Videosprechstunde (ab Mai 2018 durch die Deutsche Ärztekammer erlaubt) sowie der audiovisuellen Notfallberatung, ohne die Erhebung von physiologischen Daten durch den Experten. Die Zukunft der digitalen Gesundheitsüberwachung liegt im Telemonitoring, der Übertragung physiologischer Daten, wie beispielsweise EKG-Daten. Telemonitoring ist dementsprechend ein Subsystem der Telemedizin und kann mitunter zur Diagnostik und zum Teil zur medizinischen Behandlung des Laien genutzt werden. Unter dem Begriff des Telemonitorings sind Sensoren zur Erfassung der physiologischen Daten (z. B. Blutzuckermonitoring), ein Dateninformationssystem zur Rückmeldung an den Nutzer (z. B. über eine Gesundheitsapplikation (App)) sowie u. a. ein Übertragungssystem zur Weiterleitung der Informationen an einen Experten (z. B. über Bluetooth oder WLAN) anzusiedeln.
Eine Maßnahme, dieses Problem und die weitere Steigerung der Kosten einigermaßen aufzufangen, sieht man in der Versorgung der Patienten über die sog. Telemedizin, durch die eine weitgehend automatische Fernüberwachung von Patienten und gegebenenfalls sogar eine Fernintervention bei ihnen ermöglicht werden soll. „Telemedizin [...] ermöglicht es, unter Einsatz audiovisueller Kommunikationstechniken trotz räumlicher Trennung diagnostische oder medizinische Dienste – gegebenenfalls auch zeitlich versetzt – anzubieten” [1]. Aktuell liegt der Fokus der Telemedizin auf der Online-Videosprechstunde (ab Mai 2018 durch die Deutsche Ärztekammer erlaubt) sowie der audiovisuellen Notfallberatung, ohne die Erhebung von physiologischen Daten durch den Experten. Die Zukunft der digitalen Gesundheitsüberwachung liegt im Telemonitoring, der Übertragung physiologischer Daten, wie beispielsweise EKG-Daten. Telemonitoring ist dementsprechend ein Subsystem der Telemedizin und kann mitunter zur Diagnostik und zum Teil zur medizinischen Behandlung des Laien genutzt werden. Unter dem Begriff des Telemonitorings sind Sensoren zur Erfassung der physiologischen Daten (z. B. Blutzuckermonitoring), ein Dateninformationssystem zur Rückmeldung an den Nutzer (z. B. über eine Gesundheitsapplikation (App)) sowie u. a. ein Übertragungssystem zur Weiterleitung der Informationen an einen Experten (z. B. über Bluetooth oder WLAN) anzusiedeln.
Abbildung 1 zeigt die Vision eines Gesundheitsfürsorgesystems unter der Berücksichtigung von Telemonitoring. Wie daraus abgelesen werden kann, werden viele Maßnahmen zukünftig dauerhaft am Patienten zu Hause durchgeführt.
